Heilpraktikerin Angela Sitzmann0
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Rheuma

ist eine veraltete Bezeichnung und meint alle Beschwerden des Bewegungsapparates mit reißenden, fließenden und ziehenden Schmerzen. Im Folgenden geht es um die Rheumatoide Arthritis (Primär chronische Polyarthritis, Rheumatoide Arthritis).

Die Erkrankung beginnt laut Statistik zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr und betrifft vorwiegend Frauen. Zunächst treten geringfügige Gelenkschwellungen verbunden mit einer Morgensteifigkeit auf. Bevorzugt betroffen sind die Fingergrund- und -mittelgelenke. Obwohl auch Symptome wie Appetitlosigkeit, rasche Ermüdbarkeit und Gewichtsabnahme auftreten, wird die Erkrankung vom Patienten nicht ernst genommen, denn die Beschwerden verschwinden zunächst wieder und die alltäglichen Anforderungen sind nicht nachhaltig beeinträchtigt. Die Tücke der Erkrankung liegt jedoch darin, dass sie in Schüben verläuft und sich unbehandelt langsam verschlimmert. Waren zunächst nur die kleinen Gelenke der Hände und Füße betroffen, greifen die Beschwerden im 2. Stadium (nach Steinbrocker) auf die großen Gelenke über. Die Bewegungseinschränkung nimmt zu, neben Belastungsschmerzen bestehen jetzt auch Ruheschmerzen, und die so genannte Morgensteifigkeit dauert zwischen 3 und 4 Stunden. Da die Entzündungen immer ausgeprägter werden, kommt es im 3. Stadium neben den Gelenkschwellungen zu Fehlstellungen der Gelenke mit einer Morgensteifigkeit, die bis zu 5 Stunden anhalten kann. Nicht zuletzt durch die bestehenden Schmerzen ist der Patient bei seinen täglichen Aufgaben in Familie, Beruf und Selbstversorgung erheblich eingeschränkt.

Als Ursachen dieser Erkrankung werden verschiedene Faktoren wie genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse, sowie bakterielle und virale Infektionen diskutiert. Unstrittig ist inzwischen die Beteiligung des Immunsystems, so dass man von einer Autoimmunerkrankung sprechen muss.

Das Therapiespektrum ist breit und sollte immer durch eine gezielte Krankhengymnastik, und Ergotherapie ergänzt werden. Selbsthilfegruppen können für den Patienten in seinem seelischen Befinden eine erhebliche Unterstützung sein. Eine Teilnahme kann nur befürwortet werden.

Welche Möglichkeiten bietet nun die naturheilkundliche Therapie? Da sowohl die gängigen Rheumapräparate als auch die eingesetzten Schmerzmittel zu erheblichen Nebenwirkungen führen können, bietet die Naturheilkunde eine erfolgversprechende und schonende Ergänzung. Es geht darum, die geschädigten Gelenkknorpel zu stabilisieren und einer weiteren Zerstörung entgegen zu wirken. Der zweite Ansatzpunkt gilt dem aus dem Ruder laufenden Immunsystem. Auch hier gilt es zu stabilisieren, damit die Entzündungsprozesse in den Gelenken gestoppt werden. Da es sich um eine Allgemeinerkrankung des Bindegewebes handelt, werden die Begleiterscheinungen wie Appetitlosigkeit, rasche Ermüdbarkeit usw. - je nach Patient - in die Therapie einbezogen. Das Behandlungskonzept wird also je nach Beschwerdebild des Patienten unterschiedlich sein.

Das Ziel der Therapie ist eine Normalisierung der Entzündungswerte und damit eine verbesserte Beweglichkeit und - nicht zuletzt - eine Schmerzlinderung.

Die gesamt Erstbehandlung dauert - abhängig vom Zustand des Patienten - zwischen fünf und sieben Wochen. Eine Wiederholungsbehandlung von zweiwöchiger Dauer wird in der Regel nach ca. 6 Monaten notwendig. Zur schnellen Schmerzlinderung können begleitende Therapien wie Aromatherapie und Neuraltherapie in das Konzept eingebunden werden. Auch die gleichzeitige Gabe von Enzympräparaten, Vitaminen und gelenkschützenden Präparaten kann die Erfolgsaussichten verbessern.

Der Vorteil für den Patienten liegt in der ausgezeichneten Verträglichkeit dieser Behandlungsmethode verbunden mit guten Erfolgsaussichten. Trotzdem ist zu bedenken, dass jeder Patient anders reagiert und dass ein Erfolg - wie bei jeder Therapie - nicht garantiert werden kann.



Naturheilpraxis Angela Sitzmann    info@naturheilpraxis-sitzmann.de